Wie wir Google Analytics besiegt haben
30.09.2007 – 21:59Hurra!
Nach langem Hin und Her ist es uns letztendlich gelungen Google Analytics in die Webseiten unserer Firma einzubauen!
Ungefähr 3 Monate dauerte unser unerbittlicher Kampf. Anfang Juni entschieden wir uns für den Einbau des Analytics-Code in unsere Webseiten. Was Anfangs als eine leichte Aufgabe schien, entpuppte sich als ein großes Problem. Da unsere Webseiten auf einem Server liegen und über mehrere Domains erreichbar sind, herrschte ein schreckliches Durcheinander. Das Problem war, dass alle Dokumente theoretisch über alle 13 Domains erreicht werden können. Man braucht einfach einen beliebigen der 13 Domainnamen + das eindeutige Pfad zum Dokument in die Browseradresszeile einzutippen, und schon hat man die Seite. Somit weiß die Seite nicht welchem Domain sie angehört. Da man im Quellcode aber eine Domain-ID in der Form
<script xsrc=”http://www.google-analytics.com/urchin.js” type=”text/javascript”>
</script>
<script type=”text/javascript”>
_uacct=”UA-xxxx-x”;
urchinTracker();
</script>
eintragen muss, wollten wir tricksen.
Dazu wurde ein Array mit den Namen der Domains und deren Analytics-IDs angelegt und JavaScript-Funktion geschrieben, die den Domainnamen ermittelte. Somit hatten wir die richtige ID und brauchten sie nur einzusetzen. Dass sah ungefähr so aus:
<script type=”text/javascript”>
_uacct= getAnalyticsID(getDomain());
urchinTracker();
</script>
Die Javascript Funktion funktionierte zwar richtig, aber Analytics benahm sich äußerst komisch. Es wurden lediglich Besuche von einer der 13 Domains gezählt, wobei die Zahl der Besuche mit den AWStats-Daten nicht übereinstimmte. Es waren eindeutig zu viele. Aber auch nicht so viele, dass man behaupten könnte, alle Besuche werden dieser einer Domain zugeschrieben.
Währenddessen lernte ich kleine Tricks und Kniffe von Analytics kennen. Aus der anfänglichen Idee 1 Analytics-Account mit 13 Webseite-Profilen wurden 4, damit die Zuordnung zu den AdWords-Accounts passte. Außerdem lernte ich viel neues über das Erstellen und Auflösen der Verknüpfung von AdWords und Analytics und las fleißig Hilfeseiten.
Diese halfen aber nicht und ich musste mich an das Support wenden. “Sie haben nicht den richtigen Code von uns eingebaut” – war anfangs die Antwort. “Ach ne!”- dachte ich und erzählte die ganze Story über 13 Domains. “Für falsch eingebauten Code leisten wir kein Support”. Tja, Analytics lief immer noch nicht richtig.
Nicht destotrotz hat sich für uns der Einsatz von Google Analytics bereits an dieser Stelle bezaht gemacht. Beim Durchschauen der Referrer-Seiten konnten wir erkennen, auf welchen Sites im Google Content Netzwerk unsere Anzeigen eingeblendet werden. Die Erkenntnis war ernüchternd und wir ließen das Werben Content Netzwerk abbrechen. Das Ergebnis: Weniger als die Hälfte der Visits, aber dieselbe Zahl von Leads.
Nachdem endgültig klar wurde, dass es mit JavaScript-Funktionen innerhalb des Google-Codes nichts wird, wurde unser CMS so angepasst, dass jede Seite dort eine Analytics-ID eingetragen bekam und der Google-Code so unversehrt blieb. Seit Donnerstag Abend funktioniert Analytics richtig. Es ist ein wunderbares Tool, dessen Einsatz uns noch oft helfen wird.