Kontext-Werbung im WordPress Blog anzeigen: Contaxe vs AdInsider

15.02.2010 – 16:42

Während Contaxe relativ einfach ins WordPress-Blog eingebunden werden kann, gestaltet sich der Einbau vom AdInsider-Code etwas komplizierter.

Kontext-Werbung: die Funktionsweise

Contaxe und AdInsider sind Anbieter von kontextsensitiven Werbeformen. Durch Einbindung eines JavaScript-Code durchsuchen diese Anbieter den Text der Webseite nach Worten, zu den kontextuell passende Werbung angezeigt werden kann. Diese Worte werden markiert und suggerieren mit der Art der Markierung, es stehe ein Link dahinter. Sobald der Leser mit der Maus drüber geht, kommt ein kleiner Werbebanner angeflogen. Klickt der User drauf, kassiert der Webseitenbetreiber ein paar Cent.

Contaxe vs AdInsider: Einbau ins Blog

Bei Contaxe kann man die Formatierung aus den CSS der eigenen Seite übernehen, bei AdInsider kann man nur die Farbe der Markierung wählen, die Unterstreichung ist immer doppelt. Um auch die AdInsider Unterstreichung den Seiten-CSS anzugleichen, kann man

  1. Die CSS des Blogs anpassen (sieht nicht super schön aus, dazu gleich mehr)
  2. Die CSS von AdInsider überschreiben. Das wäre die schönere Variante, geht aber nicht so einfach, da die span-Blöcke von AdInside das Attribut !important enthalten, das die CSS des Blogs überschreibt. Es soll eine Möglichkeit geben, mit Hilfe von JavaScript das !important-Attribut doch noch zu hintergehen, ich habe es jedoch nicht hinbekommen.

Um Contaxe einzubauen, bindet man einfach im Footer kurz vor dem schließenden Body-Tag den JavaScript von Contaxe ein. Und schon werden einzelne Worte in euren Beiträgen markiert. Die Auswahl an Worten ist nicht groß, aber die Einbindung funktioniert sehr stabil und verlässlich.


Mit AdInsider ist dagegen alles ein wenig komplizierter. Der Anbieter empfiehlt den JavaScript nach dem öffnenden Body-Tag einzubauen. Das Problem dabei: AdInsider verteilt die markierten Wörter beliebig auf die Seite und somit erscheinen die Schein-Links auf einmal dort, wo man sie überhaupt nicht haben will: in Überschriften, Tag-Clouds u s w. Daher habe ich den Code nur in die Datei single.php eingebaut und anschließend weiter den Bereich spezifiziert, wo die Wörter markiert werden sollen. Was mir bei AdInsider gefällt: es gibt mehr unterschiedliche Advertiser, als bei Contaxe. Zumindest habe ich dieses Gefühl, denn meine Contaxe Anzeigen kenne ich beinahe auswendig…

Kontextsensitive Werbung von AdInsider und Contaxe eingrenzen

In manchen Bereichen der Seite soll die kontextuelle Werbung nicht erscheinen, weil man das nicht will oder nicht darf (zum Beispiel in den Trigami-Reviews). Bei Contaxe erreicht man das ganz einfach durch die Nutzung der speziellen Div-Klasse. Dazu kann man zum Beispiel am Anfang und am Ende des Trigami-Reviews <div class=“chlforbidden“> und </div> setzen und schon ist man fertig.

Und wieder macht AdInsider alles komplizierter. Hier kann man nur den Bereich definieren, in dem die markierten Wörter erscheinen dürfen und nicht andersrum. Gibt es keinen Bereich, werden die Wörter überall markiert. Ich hab dafür einen Work-Around: man definiert eine Kategorie, die alle Trigami Reviews enthält und merkt sich ihre ID (die findet man heraus, wenn man im Admin-Bereich auf der Kategorienübersichtsseite die jeweilige Kategorie aufruft – die ID steht in der URL – cat_ID). Anschließend trägt man im Template nach
<div class="entry"></div>
folgendes ein:
< ?php if (!in_category( cat_ID, $_post )) { ?>< ?php } ?>
und dann noch vor dem schließenden div-Tag
< ?php if (!in_category( cat_ID, $_post )) { ?>< ?php } ?>
Anstelle von cat_ID natürlich die vorher herausgefundene cat_ID. Somit wird gewährleistet, dass alle Beiträge nicht aus der cat_ID den AdInsider-Code im Text der Beiträge eingebunden haben.
Das reicht aber noch nicht, denn, wie wir uns erinnern, denkt AdInsider, dass wir im Falle von cat_ID überall die Wort-Markierungen sehen wollen. Um dass zu vermeiden, definieren wir vor dem primary content start noch diesen leeren Bereich:
< ?php if (in_category( 1245, $_post )) { ?>< ?php } ?>
Fertig.

Jetzt kann man noch eine Schönheitskorrektur machen und das Aussehen aller Links im Content-Bereich an das von AdInsider anpassen. Dazu trägt man im CSS folgendes ein:
#content .post .entry a
{
text-decoration: none;
border-bottom: 3px double;
}


Targeted Ads auf WordPress Blog – Landing Sites Plugin Erweiterung

14.02.2010 – 00:04

Das Landing Sites Plugin gibt dem Blog-Betreiber die Möglichkeit, die Nutzer gezielt anzusprechen. Ich möchte eine Stufe weiter gehen und dem User, basierend auf seiner Google-Suche, Targeted Ads auszuliefern.

Verwendung der Information über Referer und Keyword

Meiner Meinung nach ist Landing Sites eins der wichtigsten WordPress-Plugins überhaupt. Es erlaubt eine gezielte Ansprache der Blog-Nutzer.

Natürlich macht die Ansprache „Hallo User! Du hast bei Google Images nach ‚Frauen Nackt‘ gesucht. Bist du überrascht wieviel ich über dich weiß?“ wenig Sinn und wirkt in manchen Fällen (abhängig von der Suchanfrage) sogar eher abschreckend. Ich finde übrigens, es ist besser dem User gar nicht zu sagen, dass ich weiß, wie er auf meine Seite gekommen ist und was ihn interessiert. Diese Information sollte man für sich behalten und sinnvoll verwenden.

Die erste und wichtigste Verwendung dieser Information besteht darin dem User weitere relevante Beiträge zu seinem Keyword auszuliefern. Diese Option ist in der wunderbaren deutschsprachigen Plugin-Version von Bueltge bereits implementiert. Man steigert damit nicht nur die Page Impressions (bei mir sind die PIs/Visit um 15% nach oben gegangen), sondern auch die Zeit auf der Seite und – ganz wichtig – die Zufriedenheit des Besuchert über die Landing Page. Denn die Wahrscheinlichkeit den passenden Beitrag auf dem Blog tatsächlich zu finden erhöht sich um einiges.

Die zweite Verwendung besteht darin, den Besuchern, abhängig von ihrem Referer, die Werbung ein- oder auszublenden. Dies ist durch das hervorragende „Who Sees Ads“ Plugin von Planetozh gewährleistet. Damit verärgert man nicht seine Stammleser mit nerviger Werbung und bekommt trotzdem genug Werbeeinblendungen, da die Anzeigen auf Suchmaschinen-Nutzer getargeted sind.

Meine Erweiterung besteht darin, die Suchmaschinen-Besucher noch gezielter anzusprechen und ihnen abhängig von dem gesuchten Keyword passende Anzeige auszuspucken. Du denkst jetzt vielleicht – aber dafür gibt es doch AdSense, der kontextaghängig relevante Werbung anzeigt. Naja, nicht ganz. Manchmal will man nicht AdSense, sondern einen Affiliate Banner, oder Amazon Werbung oder einen manuell eingebauten Link zeigen.

Der Code für die Erweiterung und die Installation

Der Code ist nicht lang und besteht aus 2 Funktionen, die ich bei mir am Ende des Landing Sites – Plugins eingebaut habe. Die erste Funktion, ls_show_targeted_ads überprüft ob Keywords aus dem gegebenen Keyword-Set in der Suchanfrage enthalten sind.

function ls_show_targeted_ads($keywords) {
     global $wpdb, $id, $fb_noposts;
// Did we come from a search engine?
     $referer = ls_get_refer();
     if (!$referer) return false;
	$delimiter = ls_get_delim($referer);
	if ($delimiter) {
	$terms =mb_strtolower( ls_get_terms($delimiter));
	$found = 0;
	$keywords_array = explode(',',$keywords);
	foreach ($keywords_array as $keyword)
	{
		// do for each keyword
		if (strpos($keyword, '+') === false) {
			//keyword consists of one word
			if (strpos($terms,$keyword)!== false) {
				$found = 1;
			} else {
				$found = 0;
			}
		} else {
			//keyword consists of several words delimited by +
			$subkeywords_array = explode('+',$keyword);
			$subfound = array();
			foreach ($subkeywords_array as $subkeyword) {
				if (strpos($terms,$subkeyword)!== false) {
					array_push($subfound,1);
				} else {
					array_push($subfound,0);
				}
		}
				foreach ($subfound as $value) {
				//only if all words could be found
				$found *= $value;
			}
		}
		// did we find this keyword?
		if ($found &gt; 0) {
			return 1;
			break;
		}
	}
	// we didn't find the keywords, otherwise we would have stoped earlier
       return 0;
   }
}

Die 2. Funktion ls_show_adblock stellt die Werbemittel in Abhängigkeit vom Keyword dar. Ich habe am Ende der Funktion auch die relevanten Blog-Beiträge dazu genommen. So kann ich diese Funktion in allen Template-Dateien mit ls_show_adblock(); aufrufen, wo ich sie brauche – in single.php, im archive.php oder im index.php  – und kann die Darsellung dann zentral steuern – brauche sie also nur an einer Stelle zu ändern.

 
function ls_show_adblock() {
// plugin for landing sites
 global $wpdb, $id, $fb_noposts;
	
if (function_exists('ls_getinfo')) : ?>
      < ?php if (ls_getinfo('isref')) { ?>
	<div class="landingsites">
			< ?php if (ls_show_targeted_ads('a+b+c,d')) { ?>
				<p>
				Your ad for combination of keywords 'a','b' and 'c' or for keyword 'd' 
				</p>				
                        < ?php } elseif (ls_show_targeted_ads('e,f+g')) { ?>
				<p>
				Your ad for keyword 'e' or for combination of 'g' and 'h'
				</p>
			< ?php } elseif (ls_show_targeted_ads('h')) { ?>
				<p>
				Your ad for keyword 'h'
				</p>
			< ?php } ?>	
	<p>Folgende Beitr&auml;ge k&ouml;nnten von Interesse f&uuml;r dich sein:</p>
			<ul>
	< ?php ls_related(2, 4, '<li>', '', '', '', false, false); //related post from content ?>
	< ?php ls_related_tags(2, '<li>', ''); //related posts from tags ?>
	        	</ul>	
	</div>
	< ?php }
 endif;	}

Implementierung der Erweiterung

Natürlich kann man so nicht alle Keywords abdecken und für jedes Keyword mit einer eigenen Anzeige matchen, aber oft machen Top 5-10 Keywords 80% des organischen Such-Traffics, also lohnt es sich ggf sie anzuschauen. Außerdem kann man für den Rest einfach nur standardmäßig AdSense einblenden.
Die Keywords werden in den IF ggf ELSEIF – Blöcken definiert nach diesem Muster:
if (ls_show_targeted_ads(Keywords))
{ Code der Anzeige für Keywords }
Die Keywords müssen innerhalb der einfachen Anführungszeichen angegeben werden. Mehrere Keywords für eine Anzeige werden durch Kommata (ohne Leerzeichen!) getrennt. Falls ein Keyword aus mehreren Worten besteht, werden diese Worte mit Plus-Zeichen verbunden.
Ein Beispiel, wie die Erweiterung funktioniert, zeigt Medwedew Blog. Sucht man bei Google nach „Kreml“ auf medwedew.de und clickt dann anschließend auf auf eines der Ergebnisse, wird ein Demo-Banner angezeigt.
Die Datei mit dem kompletten Code als .rar-Archiv steht hier zum Download.


Jogi Löw schwul, George Clooney schwul, Medwedew Jude und andere Auswirkungen von Google Suggest

17.01.2010 – 20:51

Keine Umfragen und keine Meinungsforschungsstudien zeigen so deutlich, woran eine Nation interessiert ist, wie die Suchvorschläge von Google Suggest. Warum ist das so?

Google, mein intimer Ratgeber. Pieker oder Wühler?

Mit Google ist Max Mustermann immer allein. Es ist kein Dritter da, der Max beobachtet, der Max kritisch anguckt oder ihn auslacht. Mit Google kann Max alle Tabus brechen und so sein wie er ist. Er kann alles fragen, was er sich sonst nicht traut, was er niemanden sonst fragen würde. Max denkt nicht daran, dass Google mehr über ihn weiß, als er selbst.

Ein typisches Beispiel: ein Mann will seine Frau beim Oralsex befriedigen. Weiß aber nicht, wie das geht. Was macht er? Er redet nicht mit seiner Frau darüber. Nein, er googelt danach. Wie führt man eine Frau zum „klitoralen Organsmus“? Genau, Organsmus.

Google, mein Meinungsforschungsinstitut. Schwul oder Jude?

Woran ist die Menschheit interessiert? Welche dreckigen Gedanken verfolgen die Nation?

Ein halbes Jahr vor der WM interessiert uns nicht die Kondition der Nationalmannschaft. Uns interessiert, ob der Bundestrainer schwul ist. Und sein Assistent auch. Der erste Vorschlag, der kommt, wenn man bei Google „Jogi Löw“ oder „Hansi Flick“ eingibt, ist entsprechend „jogi löw schwul“ und „hansi flick schwul“.

Na klar, ist es für einen durchschnittlichen Fussballfan verdächtig, dass ein Fussballtrainer gepflegtes Aussehen hat, man ist immer noch überrascht, wenn der Trainer keinen Trainingsanzug trägt. Wurden die Trainingsanzüge eigentlich nicht nach Fussballtrainern benannt?

Die Deutschen scheinen sich eh besonders für die sexuelle Orientierung der Promis zu interessieren. Auch beim George Clooney kommt ein „george clooney schwul“ als erster Vorschlag.

Aber Google deckt alles auf, nicht nur die Vorlieben der deutschen User. Zum Beispiel in Russland interessieren sich alle dafür, ob jemand Jude ist. Dabei wird in Russland (anders als in Europa) unter Jude nicht die Glaubensrichtung, sondern die Nationalität verstanden. Aber das ist eine lange Geschichte, die mit der politischen und kulturellen Entwicklung Russlands zusammenhängt. Jedenfalls kommt in Google bei der Eingabe von „Medwedew“ sofort „medwedew jude“.

Auch bei Putin wird diese Frage gestellt, jedoch ist es bei ihm scheinbar nicht so eindeutig, denn in seinem Fall interessiert sich das Volk mehr für seine Biographie und für seine angebliche Affäre mit der Turn-Olympiasiegerin Alina Kabaeva. Erst an dritter Stelle kommt der Vorschlag „putin jude“. Auch bei anderen Politikern ist die Frage nach Judentum für die Russen nicht unwesentlich. Sie stellen sie auch bei Angela Merkel und Barack Obama.

Google, meine Umsatzquelle. Sprüche oder Grüße?

Spaß beiseite. Jetzt kommen wir zur Frage, welche monetäre Auswirkungen Google Suggest haben kann. Denn: nicht nur die Nutzeranfragen beeinflussen die Vorschläge von Google Suggest, sondern auch andersrum: Googles Vorschläge machen sich beim Suchverhalten der Nutzer bemerkbar, und zwar ziemlich stark.

Im Jahr 2009 kam der Google-Vorschlag „Fahrplanauskunft“ zur Eingabe „Fahrplan“. Und auf einmal suchten alle nach dieser Auskunft, wie Google Trends deutlich zeigt. Das Suchvolumen hat sich mehr als verdoppelt.

Ein Beispiel. Ein Unternehmen N optimiert ganz lange und mit großen Ausgaben auf ein generisches Keyword, nennen wir es mal XYZ. XYZ sei ein Keyword mit einem großen Suchvolumen und einer guten Konvertierung in Verkäufe. N befindet sich auf der 1. Position in Google.de bei der Suche nach XYZ. Auf einmal führt Google einen Vorschlag ein, der bei der Eingabe von XYZ erscheint. Zum Beispiel XYZsvergleich. Die Nutzer freuen sich über den Tipp und gehen ihm nach. Die Suchergebnisliste zum Keyword XYZsvergleich ist natürlich eine andere und das Unternehmen N ist dort nicht mal unter den Top 10. Zack, ein Umsatzeinbruch und neuer SEO-Aufwand, um zum Keyword XYZsvergleich höher zu ranken.

Google beeinflusst damit

  • das Handeln des Internetnutzers, indem sein Suchverhalten oder sogar seine ursprüngliche Intention geändert wird
  • das Handeln der Unternehmen, indem sie Ihre Keywords, ihre SEO-Strategie und ggf ihre Werbeslogans und Verkaufskonzepte ändern müssen. Im Falle vom Unternehmen N würde es sich evtl lohnen eine Fake-Produktvergleichssite für XYZ zu bauen.

Eine Seite, die vorher Geburtstagsgrüße (rote Linie) angeboten hat, sollte schnellstmöglichst auf Geburtstagssprüche (blaue Linie) umsteigen, sonst entgeht ihr einiges an Traffic.

Manche Websites profitieren von Google Suggest, ohne in SEO zu investieren. Durch große Bekanntheit einiger Brands, werden sie häufig in die Suche eingegeben und kommen so bei Google Suggest rein. Google seinerseits animiert die Nutzer zur häufigerer Eingabe des Brandnamens bei der Suche. Bei „Immobilien“ sieht man ganz deutlich, wann Google Suggest von zuerst immobilienscout (rot) als erster Vorschlag einschaltete und dann später auf immobilienscout24 umswitchte.

UPDATE (17.02.2010):

Seopunk hat einen äußerst hilfreichen Artikel geschrieben, wie man Suggests in Google Analytics erkennen kann, ob der User über Google Suggest kommt, welche Zeichenfolge er eingegeben hat und auf welcher Position das gewählte Keyword in Google Suggest stand. Genau das, was man als Webmaster braucht! Dann noch Alerts einrichten, wenn mehr/weniger über bestimmte Zeichenfolgen kommt und man hat ein Monitoring.


Krieg der sozialen Netzwerke – kommt Facebook als Sieger raus?

13.04.2009 – 21:31

In Deutschland ist ein neuer Trend der Social Networks erkennbar – Facebook gewinnt an Popularität, die VZs verlieren.

Die lokale Orientierung von StudiVZ reicht wohl nicht mehr aus – die Nutzer wollen internationale Kontakte pflegen und das geben die VZs, odnoklassniki, nasza klasa oder tuenti dieser Welt nicht her. Genauso wie XING wahrscheinlich in diesem Punkt dem englischsprachigen Rivalen Linked-In unterlegen sein wird.

In den USA kämpfen unterschiedliche Netzwerke schon länger miteinander – Frienster, MySpace und Facebook. Dazu gibt es einen älteren Zeichentrickfilm, auf den ich vor kurzem gestoßen bin:


Die Ethno-Publisher warten auf relevante Anzeigen

25.03.2009 – 22:19

Als Betreiber einer Fremdsprachigen Seite in Deutschland hat man’s schwer, wenn man auf AdSense als Einnahmequelle setzt. Ich spreche aus Erfahrung.

Das größte Problem ist der Mangel an themenrelevanten Anzeigen. Die erscheinenden AdSense Anzeigen sind meistens total unpassend und dazu gibt es auch noch sehr wenige Alternativen. Von deutschen Werbetreibenden rechnet leider keiner damit, dass eine Website auf russisch Nutzer hat, die Deutsch verstehen. Von der anderen Seite rechnen die russischen Advertiser nicht damit, dass es Nutzer außerhald der GUS-Länder gibt, die an einem russischsprachigen Produkt oder eine Dienstleistung in Russland interessiert sind. „Hallo! Da bin ich!“ – möchte man schreien, aber keiner hört zu.

Das zweite Problem, dass eigentlich aus dem ersten resultiert, sind die Niedrigen CPCs. Es gibt keine Konkurrenz, deswegen bleiben die CPCs niedrig. Und die Publisher sind die Dummen.

So kommt es, dass die Seite X, die einen Online-Shop für russischsprachige Bücher betreibt, Anzeigen auf Seite Y einer russischen Discothek schaltet und vica versa. Und die Nutzer nehmen die langweiligen zum Content unpassenden Anzeigen nicht wahr.

Und da kommt Google mit so einem tollen AdSense Newsletter zum Ethnomarketing und möchte das Leben sich und den Publishern einfacher machen. Mehr Werbetreibende, höhere CPCs. Ob’s funktioniert?

Google empfieht jedenfalls in den AdPlanner zu schauen und sich die Seiten rauszusuchen. Übrigens auch die großen ausländischen Seiten haben deutschsprachige Nutzer und bieten die Möglichkeit Content-Anzeigen zu schalten. Also los – die deutschsprechenden Ausländer warten auf euch, liebe Firmen mit hohem Marketingbudget!